
CHERRY SUNKIST AKA KARIN FISSLTHALER: VOICE, GUITAR, SYNTHESIZERS, DRUMCOMPUTER, ELECTRONICS
Mit
Synthesizer, Gitarre, Drum-Computer und nicht zuletzt ihrer, zum Teil bis
zur Unkenntlichkeit, verzerrten Stimme, bewegt sich die höchst experimentierfreudige
Musikerin zwischen schrillem Pop-Appeal und eher düster ausfallender
Kritik an Gender-Normen.
Es bedarf alleine zweier Veröffentlichungen, die des Erstlingswerks „OK
Universe" (2007) und einer selbstbetitelten 5 Track EP (2009, comfortzone),
welche Cherry Sunkist zu einem Liebling der Kritiker werden lassen. Nicht
zu Unrecht, präsentiert sich die 1981 geborene Karin Fisslthaler in ihrer
Rolle als Cherry Sunkist doch als ein ungemein innovativ agierender, musikalisch
querdenkender und charismatischer Freigeist, dessen Kunst nur schwer in herkömmliche
Popkategorien einordenbar ist. Herkömmliche Standards in punkto Songwriting
lässt die junge 30-jährige Oberösterreicherin bewusst links
liegen, vielmehr verlässt sie sich auf ihre Intuition und ihr eigenes
ausgeprägtes Kunstverständnis.
Erstmals in Erscheinung tritt Cherry Sunkist, die seit Jahren auch im Bereich
der Videokunst höchst aktiv und erfolgreich am Werken ist, mit einem
Song auf der Compilation „Girl Monster", welche 2006 auf dem legendären
Label Chicks On Speed Records erscheint. Schon früh ist zu erkennen,
dass es sich hier um eine Künstlerin handelt, die sich mit Vehemenz dagegen
wehrt, irgendwelchen gewöhnlichen Popkonventionen zu entsprechen.
Musikalisch irgendwo zwischen Elektronik, Pop und Songwriterkunst angesiedelt,
entwirft Karin Fisslthaler aus der Vielfalt an Stilen und klanglichen Elementen,
ihre ureigene und unverkennbare Version experimenteller Popmusik, eine die
aufgrund ihres sehr avantgardistischen Charakters, zu keinem Zeitpunkt Gefahr
läuft an der Oberfläche hängen zu bleiben.
(mica.at)